Lia

Lia bedeutet “die Löwenhafte”. Der Name ist Programm, ich habe ihn gewählt, weil sie sich als 5kg schweres Wurschti gegen meine großen Galgos durchsetzen musste.

Lia stammt aus einer Tötungsstation in Alicante, wo sie im Alter von nur wenigen Tagen mit Mutter und Geschwistern abgegeben wurde. Ein Tierschutzverein hat sie vor der Frist gerettet und mit 7 Wochen kam sie bereits zu uns. In ihrem Pass steht, sie wurde am 4.1.2008 geboren.
Lia ist mein kleines Arbeitstier, sie begleitet mich mit Zug und Bus zur Uni, auf Exkursionen, zum Agility (wo sie sich als wahrer Agi-Crack erwiesen hat), Fahrradfahren und Schwimmen, einfach überall hin. Dabei ist sie einfach nicht platt zu kriegen.
Genau genommen führt sie damit das privilegierteste Leben unter unseren Hunden, aber wer kann dem kleinen Faltenhund schon etwas abschlagen? In einzigartiger Manier runzelt sie die Stirn, stampft mit den Vorderpfoten auf und raunzt, ja, irgendwie menschlich. Schrecklich, wie sie uns erzogen hat ;)
Als Welpe konnte ich mit ihr in der Stadt kaum einen Meter gehen, jeder musste sie begutachten und streicheln und sie liebte es.

230365_1737311552911_2618900_n

Leider hat sie trotzdem nach der Kastration eine gewisse Scheu vor fremden Menschen entwickelt. Auch geht sie nicht mehr wie meine anderen Junghunde an neue Situationen (oder speziell beim Agility an neue Geräte) heran, sie ist sehr vorsichtig und immer auf der Hut. Misstrauen ist ihre Überlebensstrategie, vielleicht ein Teil ihres Straßenhunderbes? Dafür kennt sie keine Angst vor großen Hunden und mischt bei jedem Windhundtreffen kräftig mit. Typisch Terrier, denn das ist die Rasse, die man ihr am meisten anmerkt.
Ohne Lia wäre das Leben nur halb so lustig, sie ist mein kleiner Stern!